5 vegane Produkte, von denen du es nie erwartet hättest

1. Einleitendes

Vegane Ernährung ist mit einer Menge Klischees verbunden: Viele Personen denken, die vegane Ernährung bestehe ausschließlich aus Gemüse und Obst. Veganismus bedeutet, bewusst auf Produkte zu verzichten, die tierischen Ursprung haben. Damit geht die vegane Ernährung insofern über die vegetarische Ernährung hinaus, als dass sie auch auf Produkte wie Eier oder Milch verzichtet, auf Fleisch ja sowieso. Dabei kommen durchaus zuerst Produkte wie Gemüse und Obst in den Sinn, allerdings ist die Palette von veganen Lebensmitteln recht breit: Von Erdnussbutter, Hafermilch, Hummus bis hin zu Nudeln und Reis ergeben sich bei genauerer Betrachtung schon recht viele für pflanzliche Ernährung geeignete Produkte. 

Doch beim Gang durch den Supermarkt wirst du überrascht sein: Einige Produkte, von denen du es niemals erwartet hättest, sind – bewusst oder unbewusst – vegan! Einige Beispiele dieser unerwartet veganen Lebensmittel siehst du in diesem Artikel: Viel Spaß beim Lesen!

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Wenn du dir das Lesen sparen willst, habe ich dir den Inhalt des Artikels in diesem kurzen Video zusammengefasst. Dort siehst du alle Produkte in unter einer Minute zusammengefasst.

2. Die veganen Pringles zum Knabbern

Es ist spät abends: Ein Filmabend mit deinen Kumpels oder Freund / Freundin ist geplant und du hast spontan Bock auf was zu knabbern. Es ist schon spät und alle Läden haben zu, sodass du dir Kichererbsenchips oder Linsenchips abschminken kannst. Was nun?

Als Veganer kannst du einfach die nächste Tankstelle in deiner Nähe aufsuchen! Im Regal wirst du dort sicherlich Pringles finden: Viele Sorten der Stapelchips sind vegan!

Gerade im Bereich der Zusatzstoffe enthalten viele Chips auch Nicht-Pflanzliches. Auf viele Pringles-Sorten trifft dies allerdings nicht zu: Auf jeden Fall solltest du auf der Rückseite der Stapelchips nochmal deren Inhaltsstoffe kurz überfliegen, aber selbst wenn du blind ins Pringlesregal greifst, ist die Chance hoch, dass du eine vegane Version zu fassen bekommst!

Alles in allem sind Pringles doch nicht zu verblüffend: Schließlich bestehen sie zu einem Großteil aus Kartoffeln. Nichtsdestotrotz enthalten viele Chips anderer Hersteller tierische Inhaltsstoffe, meistens in Form von Farbstoffen oder Geschmacksstoffen.

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3. Mon Chéri: Die vegane Kirschpraline

Wenn du weniger Lust auf salzige und würzige Knabberei hast, sondern eher auf etwas Süßes, ist das auch kein Problem: Auch im Süßigkeitenregal wirst du fündig! Bei einigen Produkten ist es ja offensichtlich: Bei der klassischen „Vollmilchschokolade“ steckt die Milch ja schon im Namen. Die meisten Gummibärchen kannst du aufgrund der darin enthaltenen Gelatine auch abschreiben. Was mich allerdings überrascht hat: Mon Chéri, die Praline die Ferrero werbewirksam alljährlich in die Sommerpause schickt, ist auch vegan!  Die Praline besteht äußerlich ausschließlich aus Zartbitterschokolade. Diese ist vollkommen vegan.

INFO: Schokolade ist nicht per se unvegan: Lediglich die Vollmilchschokolade ist nicht rein pflanzlich. Bei dunkler Schokolade kommen keine tierischen Produkte zum Einsatz.

Im Inneren besteht die Praline aus einem Kern von Kirschlikör. Sie ist somit gänzlich frei von tierischen Produkten. Du kannst sie also auch bei veganer Ernährung ohne Probleme genießen, allerdings nur wenn du schon über 18 bist.

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4. Dosenravioli: Veganes Festivalfood

Vielleicht bist du ja ein glühender Fan von Hard Rock, Hip Hop oder einer anderen Musikrichtung und lässt im Normalfall kein Festival aus. Du wirst in diesem Fall vermutlich schon oft beobachtet haben, dass man sich auf dem Zeltplatz viel von Dosenessen wie Ravioli ernährt. Auch für normales Camping, eine Wanderung oder wenn es einfach einmal schnell gehen muss, geht der Griff oft ins Regal der Fertigprodukte. Natürlich sind auch hier viele Lebensmittel nicht vegan, man denke nur an Chilli con Carne, Hühnersuppe oder Eintöpfe. Doch überraschenderweise finden sich auch hier vegane Alternativen: Einige Dosenravioli sind nämlich tatsächlich rein pflanzlich!

Natürlich sind die meisten Ravioli mit Fleisch gefüllt oder enthalten tierische Farbstoffe oder Ähnliches. Die Marke Maggi bietet in den Discountern und Supermärkten allerdings auch komplett vegane Ravioli an. Wenn du das nächste mal Campen gehst oder ein Festival für dich ansteht, kannst du dich also auch mal im Fertigregal nach Verpflegung umsehen.

Dass der Konsum dieser Fertigprodukte nicht gut für den Körper ist und bei einem gesunden Lebensstil natürlich die Ausnahme darstellen sollte, brauche ich dir als mit gesunder Ernährung vertrauter Person natürlich nicht zwei Mal sagen!

TIPP: Wenn du dich wenig mit veganer Ernährung befasst, das Thema allerdings sehr interessant findest, könnte dieser Artikel interessant für dich sein. Ich gebe dort einige Einsteigertipps zum Thema pflanzliche Ernährung. Schau also gerne vorbei!

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5. Fanta als veganer Durstlöscher

Es wird dich vielleicht überraschen, aber selbst viele der gängigen Softdrinks in unseren Supermärkten und Getränkemärkten kommen nicht ohne tierische Inhaltsstoffe aus! Leider sind in vielen Limos und Energy Drinks viele nicht pflanzliche Stoffe enthalten. 

Nehmen wir als Beispiel einmal den klassischen Apfelsaft: Äpfelbäume treffen wir zuhauf an, wenn wir uns draußen in der Natur bewegen. Theoretisch müssten die Äpfel lediglich geerntet und gemostet werden, wenn wir leckeren und vollkommen pflanzlich basierten Apfelsaft herstellen möchten. In unseren Supermärkten finden wir allerdings leider viele Apfelsäfte, die mit Gelatine versetzt und somit nicht rein pflanzlich sind. 

INFO: Gelatine wird für gewöhnlich aus Abfällen der Schlachtung, also Sehnen, Knorpeln und Knochen gewonnen, welche ausgekocht werden. 

Der Zusatz von Gelatine macht Fruchtsäften dickflüssiger und weniger wässrig. Erstaunlicherweise kommt gerade vom CocaCola-Konzern in Form von Fanta ein Produkt, das ohne jegliche tierische Inhaltsstoffe auskommt. In der Fanta sind nämlich weder Gelatine noch tierische Farbstoffe enthalten. Sie ist somit auch problemlos für Veganer genießbar!

Abgesehen davon sollte man sich den Kauf von Coca Cola, Fanta oder Sprite dennoch zweimal überlegen: Die Produkte sind aufgrund ihres hohen Zuckergehalts einerseits ungesund, andererseits machte der Coca Cola-Konzern in der Vergangenheit häufig Negativschlagzeilen. Unfaire Geschäftspraktiken, enorme Umweltverschmutzung sowie überhaupt erst die Einführung von Plastikflaschen sind nur einige der Schattenseiten des Konzerns!

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6. Oreos: Unerwartet vegan

Noch ein Snack aus dem Bereich der Süßigkeiten, vielleicht sogar das überraschendste Produkt dieser Liste: Oreos! Dass diese Kekse tatsächlich rein pflanzlich sind, hat mich am meisten überrascht. Beim Blick auf Süßigkeiten werden Stoffe wie Milch für Schokolade oder Gelatine und Zusatzstoffe für Gummibärchen relativ häufig eingesetzt. Oreos stellen hier also eher die Ausnahme dar. 

Wie bereits oben angesprochen sind Schokoprodukten tatsächlich nicht per se unvegan: Meistens ist es zugesetzte Milch, die das Produkt nicht mehr für Veganer geeignet macht. In Oreos findet sich aber weder Milch, noch tierische Farbstoffe oder andere Produkte, die von Tieren stammen. Beim nächsten Filmabend, als Snack in der Mittagspause bei der Arbeit oder wenn du einfach einmal Lust auf etwas Süßes hast, kannst du also auch zu Oreos greifen!

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7. Abschließendes zu den veganen Produkten

Es hat mich wirklich verblüfft, wie überraschend viele Produkte tatsächlich komplett vegan sind: Natürlich gibt es da die offensichtlichen Produkte aus Obst und Gemüse, daneben die schon etwas weniger direkt offensichtlichen Dinge wie Erdnussbutter, Linsen oder Kaffee. Tatsächlich schlummern in den Regalen der Supermärkte allerdings auch viele Produkte, von denen wir nie erwarten würden, dass sie rein pflanzlich sind! Einige davon habe ich dir in diesem Artikel einmal vorgestellt. 

Zuletzt will ich dir noch etwas mit auf den Weg geben, dass du vermutlich sowieso schon weißt: Keines der Produkte ist wirklich gesund.

Dieser Artikel soll dir viel mehr zeigen, dass vegane Ernährung nicht mit Obst und Gemüse gleichgesetzt werden sollte: Es gibt sehr viele Produkte, an die man nicht direkt denkt. Mein Ziel war nicht, dich dazu zu bewegen, mehr Süßigkeiten und Fertiggerichte zu essen. Die Moral meiner Ausführungen lautet: Betrachte vegane Ernährung nicht zu engstirnig.