5 einfache Tipps für mehr Umweltschutz im Alltag

Mit Umweltschutz verbinden viele vermutlich große Organisationen und Ämter wie WWF oder das Umweltbundesamt, große Klimagipfel oder anderweitige politische Einrichtungen. Doch umweltbewusstes Leben kann auch im Kleinen verfolgt werden!  Jeder Einzelne von uns verbraucht im täglichen Leben Ressourcen, stößt CO² aus und konsumiert Lebensmittel. Die Umweltbelastung, die jede Person verursacht, kann oft schon durch kleine Maßnahmen deutlich verringert werden! Durch Anpassung des Konsumverhaltens, der Ernährung oder des Lebensstils kann jeder Einzelne von uns seinen ökologischen Fußabdruck verkleinern: Wie das funktioniert und was konkret unternommen werden kann, erfährst du in diesem Artikel!

Wenn du alle Tipps in einer Minute im Überblick sehen willst, dann checke einfach folgendes Video:

Tipp 1: Spare Wasser!

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Mein erster Tipp lautet: Wasser sparen! Vermutlich ist das vielen Personen schon geläufig, da diese Maßnahme in Umwelt-Debatten oft als erstes zur Sprache kommt. Allerdings beschränkt sich das Wassersparen nicht auf den Toilettengang oder das Geschirrspülen: Wir unterschätzen für gewöhnlich, wie viel Wasser wir in unserem Alltag verbrauchen! Ziehen wir als Beispiel unsere Ernährung heran: Besonders Fleisch und Nüsse stechen hier ins Auge, da die Viehzucht und der Nussanbau erhebliche Mengen an Wasser verschlingen: Um ein Kilogramm Rindfleisch auf den Teller zu bringen sind beispielsweise deutlich mehr als 10.000 Liter Wasser von Nöten! Auch der Mandelanbau verschlingt erhebliche Wassermengen. Beim Toilettengang ist es nicht nur die Spülung, die als Sparmaßnahme ins Auge sticht: Auch die Herstellung von Toilettenpapier benötigt sehr viel Wasser. Daher ist der Griff zu Recycling-Toilettenpapier sicherlich ratsam! Auch die Produktion unserer gängigen Elektrogeräte ist sehr wasseraufwendig: Für deren Bauteile wie Mikrochips sind nämlich seltene Erden und Edelmetalle nötig, die unter erheblichem Wasserverbrauch abgebaut werden. In folgender Liste siehst du einige Bereiche des Alltags, in denen du ohne viel Aufwand Wasser sparen kannst.

Wie du leicht und ohne viel Aufwand im Alltag Wasser sparen kannst

  • Duschen statt Baden
  • Spülmaschine statt Handspülung
  • Garten mit Regenwasser bewässern
  • Sparsam mit Lebensmitteln mit hohem Wasserverbrauch umgehen
  • Recycling-Varianten von Papierprodukten kaufen
  • Kleine statt große Toilettenspülung betätigen
  • „Fair Fashion“ statt „Fast Fashion“
  • Elektrogeräte recyceln oder gebrauchte/refurbished anstatt neue Geräte kaufen

Tipp 2: Ernährung umstellen

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Auch die Ernährung ist ein Bereich des Lebens, in dem großes Potential für Umweltschutz besteht: Es ist ja bereits angeklungen, dass einige Lebensmittel aufgrund ihres hohen Wasserverbrauchs sparsam verwendet werden sollten. Natürlich spielen auch noch einige andere Faktoren eine Rolle, weshalb bei der Ernährung auf Umweltschonung geachtet werden sollte: Ein Grund liegt beispielsweise in der Viehzucht. Das Halten von Rindern in Großbetrieben trägt maßgeblich zum hohen CO²-Ausstoß der westlichen Länder bei, vom Tierleid einmal ganz zu schweigen. Ursprünglich war Fleisch ein Luxusgut, man denke nur an den Sonntagsbraten: Vor nicht allzu langer Zeit war der Sonntag ein festlicher Anlass, zu dem die ganze Familie zusammenkam und den freien Tag zusammen mit einem saftigen Braten gefeiert hat! Heutzutage wird Fleisch inflationär konsumiert. Warum also nicht wieder Fleisch zu etwas Besonderem machen und den Konsum maßgeblich einschränken? Auch aus humanitärer Sicht ist ein Umdenken bei der Ernährung ratsam: In der Kakaoindustrie befinden sich auch heutzutage noch viele Arbeiter in einem Sklavenverhältnis. Aber auch beim Kaffeeanbau, der ebenfalls einen sehr hohen Wasserverbrauch aufweist, werden alles andere als faire Löhne gezahlt. In dieser Liste findest du daher einige Anregungen, mit denen du deinen Speiseplan umweltschonender gestalten kannst!

Maßnahmen für eine umweltschonendere Ernährung

  • Weniger Fleisch, mehr Pflanzliches
  • Nicht im Discounter einkaufen, besser im Supermarkt. Noch besser sind Bio-Markt oder Eine-Welt-Laden
  • Auf Umweltsiegel achten
  • Gemüse oder Obst selbst anbauen
  • Regional einkaufen
  • Mehr Geld in gute Lebensmittel investieren: Klasse statt Masse!

Tipp 3: Vermeide Verpackungsmüll!

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Ein weiteres Manko, das sich aus viel Konsum ergibt, ist der entstehende Verpackungsmüll. Viele Lebensmittel, Elektroprodukte oder andere Haushaltsgeräte sind oft mehrfach und in viele Schichten Plastik gehüllt. Die Produktion von Plastik, für die unter anderem die fossile Ressource Erdöl benötigt wird, ist nicht umweltfreundlich. Ein großes Problem von Plastik ist die Entsorgung: Es kann zwar recycelt werden, viele Unternehmen schließen die Verwendung recycelten Plastiks aber aus Kostengründen aus. Daher wird es oft zu Lasten der Umwelt verbrannt oder landet direkt in der Natur. Im Gegensatz zu Naturmaterialien zersetzt sich Plastik allerdings nicht natürlich und ist somit eine enorme Belastung für Flora und Fauna: Viele Meerestiere verenden qualvoll durch den Verzehr von Plastik oder indem sie sich im Kunststoff verfangen. In den Weltmeeren haben sich mittlerweile riesige Inseln auf der Wasseroberfläche gebildet, welche nur aus Plastik bestehen!

Es liegt in den Händen der Verbraucher, durch verringerte Nachfrage die Vermeidung der Verwendung von Plastiktüten und unnötig eingepackten Produkten zu erreichen. Konkret bedeutet das, sehr stark und oft eingepackte Produkte zu meiden und stattdessen weniger verpackte Alternativen zu wählen. Auch beschichtetes Papier und Alufolie sollten natürlich, wenn möglich gemieden werden: Sie sind durch beispielsweise umweltschonendere Verbrennung oder höherer Recyclingquote ein wenig schonender, stellen jedoch auch eine Umweltbelastung dar!

Es lässt sich ebenfalls der Trend zu sogenannten Unverpacktläden beobachten: Kunden bringen dort eigene Gefäße zur Befüllung, idealerweise aus Glas, mit. Viele wichtige Grundnahrungsmittel wie Backwaren, Getreide, Käse und Wurst usw. können dort bezogen werden! Gerade wenn du in einer Großstadt wohnst, würde ich dir den Tipp geben, dich dahingehend einmal zu informieren: Sicherlich gibt es einen Unverpacktladen bei dir um die Ecke.

Tipp 4: Nutze Fahrrad oder Öffentliche!

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Eine große Gefahr für die Umwelt geht auch von der Reiselust und vom Autofahren aus: Die Straßen werden im Laufe der Zeit immer voller, die Zahl der Autos in Deutschland nimmt zu. Dazu kommt, dass viele Personen eine oder mehrere Flugreisen im Jahr tätigen, von Geschäftsreisen ganz zu schweigen. Dadurch werden gigantische Mengen CO² freigesetzt, welches den Treibhauseffekt und die Erderwärmung maßgeblich beschleunigt. Besonders bei einem Leben in der Stadt bietet sich allerdings die Nutzung des Fahrrads für kurze Strecken an: Es schont nicht nur die Natur sondern ist obendrein noch gesund für dich! Wenn du zum Beispiel mal keine Lust aufs radeln hast, bieten sich auch öffentliche Verkehrsmittel an: Sie zu nutzen ist wesentlich umweltverträglicher als sich selbst hinters Lenkrad zu setzen. Besonders bei Kurzstreckenflügen sollte also auch die Bahn als Transportmittel in Betracht gezogen werden. Kurze Flugreisen sind nämlich regelrechte Klimakiller!

Tipp 5: Konsumiere überlegt!

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Dieser letzte Punkt ist quasi der Konsens meines kleinen Artikels und es ist dir bestimmt schon mehrmals aufgefallen: Mir ist ein überlegter und bewusster Konsum wichtig. Es ist schön, beim Kochen und Essen zu wissen, was ich da gerade esse, woher das Produkt kommt, dass es schonend angebaut wurde und der Produzent einen angemessenen Lohn dafür erhalten hat. Das Gleiche gilt natürlich auch für Kleidung: Waren aus Bangladesh oder Pakistan werden ohne Rücksicht auf Umwelt und Mensch hergestellt. Auch hier ist zum Kauf fair produzierter Ware zu raten. Ich habe das Sprichwort „Klasse statt Masse“ zu meiner Maxime gemacht: Es muss nicht immer das günstigste Schnäppchen in großen Mengen auf meinem Teller landen. Lieber lebe ich bewusst und etwas minimalistischer! Diesen Minimalismus und eine achtsame Haltung kannst du auf viele Lebensbereiche übertragen, sei es das Reisen, der tägliche Einkauf, das Shopping und so weiter. Ich hoffe, dass ich dir in diesem Artikel ein paar Anregungen geben konnte: Es hat mir auf jeden Fall Spaß gemacht, meine Einstellung mit dir teilen zu können und vielleicht habe ich dich ja auf die ein oder andere Idee gebracht! Danke fürs Lesen.