Nachhaltig leben: 8 smarte Produkte für den Alltag

Im Alltag begegnen uns viele Plastik-Fallen: Nahezu alle Lebensmittel und viele weitere Alltagsgegenstände sind beim Kauf in Unmengen von Kunststoff gehüllt. Beim Auspacken landet dieser dann meist direkt im Müll. Außerdem sind auch viele Produkte nur für den einmaligen Gebrauch vorgesehen, denken wir nur einmal an Kaffekapseln, Marmeladengläser und Vieles mehr! Zum Glück findet auch das Zero-Waste-Movement immer mehr Zuspruch und der angefallene Müll wird in der Gesellschaft immer kritischer gesehen. In diesem Artikel möchte ich einen kleinen Beitrag zur Müllvermeidung leisten: Ich möchte dich etwas darüber aufklären und dir raffinierte Inspirationen liefern, wie auch bei dir die eine oder andere Verpackung weniger im Müllbeutel landet. Dafür habe ich mir hier 8 Artikel herausgesucht, die ich selbst auch in meinem Alltag nutze. Einige davon sind dir bestimmt schon ein Begriff, wenn du dich bereits mit der Materie auseinandergesetzt hast. Aber vielleicht ist ja auch für dich ein heißer Tipp dabei!

Pro-Tipp 1: Oriculi als nachhaltige Alternative zu Wattestäbchen

Bereits 2020 wurde auf EU-Ebene beschlossen, den Einwegplastik-Einsatz zu verbieten: Dazu gehören beispielsweise Plastikbesteck oder Einweg-Kaffeebecher. Doch auch Ohrenstäbchen aus Plastik sind aufgrund ihrer Umweltschädlichkeit davon betroffen. In den Discountern und Drogerien werden daher vermehrt plastikfreie Ohrenstäbchen beispielsweise mit Papierschaft angeboten. Doch auch diese landen nach einmaliger Nutzung natürlich im Müll. Die nachhaltigere Alternative: Das Oriculi!

Es hat seine Wurzeln im ostasiatischen Raum und wird dort seit Jahrhunderten zur schonenden Ohrenhygiene verwendet. Das Oriculi besteht aus Bambus und kann daher einfach und bequem gereinigt und so wiederverwendet werden. Dadurch fällt bei der nachhaltigen Ohrenhygiene gar kein Abfall an. Es ist robust und kann praktisch im Kulturbeutel mitgenommen werden, beispielsweise auf Reisen. Neben der Ressourcenschonung hat das Oriculi noch einen weiteren Vorteil: Du kaufst es einmalig und musst nie wieder Geld für Ohrenstäbchen ausgeben. Mein Favorit ist das Oriculi von Lamazuna.

Pro-Tipp 2: Netzbeutel als nachhaltige Alternative zu Plastikbeuteln

Auch Plastiktüten sollen gemäß der oben angesprochenen EU-Verordnung zeitnah weichen. Für viele Konsumenten in den Supermärkten ist ein Einkauf ohne den Plastikbeutel momentan noch undenkbar: Es ist einfach enorm bequem und einfach, Obst und Gemüse in die Beutel zu packen, die von den Supermärkten bereit gestellt werden. Daheim werden die Einkaufshelfer aus Einweg-Plastik in den meisten Fällen direkt nach dem Auspacken von Obst und Gemüse entsorgt. Wenn diese Möglichkeit allerdings zugunsten der Umwelt glücklicherweise bald entfällt, muss man sich Gedanken um eine Alternative machen. Hier stelle ich dir die perfekte und nachhaltige Alternative zum Plastikbeutel vor: Die Netzbeutel von achilles.

Für den nachhaltigen Einkauf von Obst und Gemüse sollte man zum Netzbeutel greifen: Dadurch trägst du dazu bei, dass deutlich weniger Plastik in Umlauf gebracht wird. Die Netzbeutel sind beliebig oft verwendbar und du kannst Waren damit hygienisch und genauso bequem wie mit Einweg-Plastiktüten verpacken. Die Netzbeutel kannst du ganz einfach in deinem Einkaufskorb liegen lassen, damit du sie immer parat hast! Ich bevorzuge die Einkaufsnetze von achilles, die du oben sehen kannst.

Pro-Tipp 3: Bambuspads als nachhaltige Alternative zu Wattepads

Auch beim Abschminken wird regelmäßig Müll, vor allem in Form von einmal verwendeten Wattepads, produziert. Diese landen nach einmaligen Abschminken im Müll. Es gibt jedoch viele Verbesserungsmöglichkeiten im Bereich nachhaltige Kosmetik. So werden beispielsweise nach wie vor viele Kosmetikprodukte in Tierversuchen getestet. Außerdem sind viele Kosmetika nur für die einmalige Verwendung gedacht. Sie landen dann oft, wie auch die oben angesprochenen Ohrenstäbchen, im Müll. Eine Möglichkeit, den im Bereich Kosmetik und Beauty anfallenden Müll zu reduzieren, stellen Mehrweg-Abschminkpads dar. Empfehlenswert sind die Bambuspads von bambusliebe.

Diese Abschminkpads können bequem zum Abschminken verwendet werden: In Sachen Funktionalität, Gefühl auf der Haut usw. stehen sie den herkömmlichen Einweg-Wattepads in nichts nach! Du kannst sie genauso fürs Abschminken verwenden und sie danach ganz einfach in die Waschmaschine zu deiner restlichen Wäsche packen. Sie sind so eine coole, wiederverwendbare Alternative zu den herkömmlichen Pads. Zudem kommen sie in einem Stoffbeutel verpackt zu dir: Somit ersparst du dir und der Umwelt auch die Plastikverpackung, in der Watte aus üblicherweise verpackt sind.

Pro-Tipp 4: Mehrwegschale als nachhaltige Alternative zu Eierschachteln

Nicht nur beim Kauf von Obst und Gemüse kannst du auf eine nachhaltige Verpackung zurückgreifen: Auch zahlreiche andere Lebensmittel sind in aufwendig produzierte Plastikverpackungen und Pappschachteln eingehüllt. Manche Lebensmittel werden oft mehrmals eingepackt, obwohl eine Schicht vollkommen ausreichen würde. Natürlich gibt es auch Nahrungsmittel wie Eier, die wegen ihrer Brüchigkeit ohne eine sichere Verpackung nicht auskommen. Doch auch hier gibt es eine nachhaltige Alternative zu den gängigen Papp-Eierschachteln, beispielsweise die Eierbox aus Plastik von Emsa.

Eier können künftig nicht mehr in den klassischen Pappschachteln sondern in einer wiederverwendbaren Eier-Box sicher verstaut werden. Diese Schachtel ist aber aus Plastik, wirst du dir jetzt sicherlich denken. Im Vergleich zu den dutzenden Eierschachteln, die wir im Laufe eines Lebens wegwerfen, stellt die Mehrwegschale allerdings eine deutlich umweltfreundlichere Alternative dar. Die Einweg-Eierschachteln werden nämlich zusammen mit deinem anderen Müll verbrannt und sind damit für Emissionen in die Luft mitverantwortlich. Hier ist der Griff zur Eierbox aus Plastik beim Eierkauf also durchaus sinnvoll!

Pro-Tipp 5: Rasierhobel als nachhaltige Alternative zu Nassrasierern

Auch der klassische Nassrasierer birgt einen Nachteil, der für uns zuerst gar nicht auf der Hand liegen würde: Wir brauchen Rasierklingen als Ersatz. Männer nutzen den Nassrasierer morgens zur Bartrasur, Frauen verwenden ihn in der Dusche zum Rasieren der Beinhaare. Er ist also aus unseren Badezimmern nicht mehr wegzudenken. Doch wo versteckt sich in diesem Hygieneprodukt die Umweltsünde? Das Problem liegt in den Rasierklingen: Besonders bei häufiger Nutzung stumpfen Klingen schnell ab und müssen ausgetauscht werden. Beim Kauf von Ersatzklingen wird dann bewusst, dass wir mehr als lediglich eine neue Klinge mitkaufen: Das Produkt ist mehrfach in Plastik verpackt, auch die Klinge selbst ist von Plastik umhüllt. Die Alternative: Die Nutzung eines Rasierhobels wie des Produkts von EcoYou, den ich im Alltag nutze.

Die Vorteile beim Rasierhobel liegen im Hobel selbst und bei den Klingen, die du nachkaufen wirst: Der Rasierhobel besteht nämlich aus Metall und Holz und verzichtet so bewusst auf Plastik. Der Holzstiel ist nicht einmal plastikbeschichtet, was ebenfalls ein nettes, plastikfreies Detail des Produkts ist. Im Nachkaufen von Rasierklingen liegt ein weiterer Vorteil: Die Klingen kommen ohne jegliches Plastik aus. Es handelt sich dabei um die althergebrachten Metallklingen, die vermutlich auch deine Großeltern in ihren Nassrasierern verwendet haben. Auf diesem Weg landet mit dem Rasierhobel kein Gramm unnötiges Plastik im Abfall.

Pro-Tipp 6: Bambus-Küchenrolle als nachhaltige Alternative zur Papier-Küchenrolle

In der Küche fällt bei uns bekanntlich ja viel Abfall an: Neben dem Bioabfall beim Kochen landen hier auch die Einwegverpackungen von Gemüse, Obst und anderen Lebensmitteln im Hausmüll. Ein besonders treuer Begleiter in unseren Küchen ist die Küchenrolle. Wir nehmen sie zur Hand, wenn wir einmal etwas verschütten und es besonders schnell gehen muss. So sammelt sich zusätzlich zum ohnehin schon anfallenden Küchenabfall mit der Zeit auch viel Papiermüll an. Die Küchenrollen sind günstig im Einkauf und man ist schnell verleitet, sie im Supermarkt mitzunehmen. Die Rolle besteht allerdings oft aus Holzfasern, welche nicht recyclebar sind. Somit wird der praktische Alltagshelfer zu einem kleinen Umweltsünder. Es gibt natürlich auch Alternativen aus Recyclingpapier, mit dem charakteristischen Blauen Engel als Emblem. Der Griff zum Recyclingprodukt ist natürlich ein guter Anfang, es gibt jedoch noch eine wesentlich umweltfreundlichere Alternative!

Wenn du zuhause nicht auf das Küchenkrepp verzichten kannst, solltest du statt zu Küchenpapier lieber zu einer Bambusrolle greifen! Die Tücher sind mehrmals wiederverwendbar, du kannst sie sogar zusammen mit deiner Wäsche in der Waschmaschine auswaschen! Die Bambusrolle stellt somit eine nachhaltigere und deutlich umweltfreundlichere Alternative dar. In der einmaligen Anschaffung ist das Bambusprodukt zwar deutlich teurer als die Papierversion, wenn du es aber mehrmals verwendest und es wieder auswäscht, wirst du dir am Ende Einiges an Geld sparen, da der regelmäßige Kauf von neuen Papierrollen entfällt. Die Bambusversion ist außerdem sehr saugstark und steht der Papierrolle in nichts nach!

Pro-Tipp 7: Nachhaltige Kaffeekapseln aus Metall statt Einwegkapseln

Wenn du Anhänger des Zero Waste-Trends bist, dann sind dir die Kaffeekapseln aus Aluminium oder Plastik – je nach Hersteller – sicher ein Dorn im Auge. Gut, zugegeben schmeckt der Kaffee der Kapselhersteller wirklich sehr gut und das System wirkt vor allem verlockend für Gelegenheits-Kaffeetrinker. Man kann sich das Heißgetränk bequem in Tassen dosieren und muss nicht direkt ein Pfund gemahlenes Kaffeepulver oder einen Sack Kaffeebohnen kaufen, welcher dann zu Hause rumliegt. Allerdings haben diese Kapselsysteme auch einen erheblichen Nachteil, abgesehen davon, dass eine Tasse Kaffee aus den Kapseln im Vergleich erheblich teurer als Pulverkaffee ist. Die Kaffeekapseln bestehen nämlich häufig aus Plastik oder aus Aluminium. Ein Hersteller bietet seinen Kaffee auch in wasserdurchlässigen Pads an. Diese landen dann in der Kapselmaschine und direkt danach im Müll. Die kleinen Kapseln häufen sich sehr schnell an und dabei wird mehr Verpackungsmüll produziert, als wir denken! Stellen wir mal eine einfache Rechnung an: Ein Jahr lang eine Tasse Kaffee am Tag. Nehmen wir dafür an, eine Kapsel wiege 5 Gramm. Dabei kommen wir auf über 1,8 Kilo Kapselmüll im Jahr pro Person.

Angenommen nur 1 Millionen Personen in Deutschland trinken täglich Kapselkaffee, dann macht das 1.825 Tonnen Müll pro Jahr! Man sieht also, dass sich diese Zahlen rasant steigern und man sie nicht unterschätzen sollte! Wenn du aber an deiner Kapselmaschine festhältst und sie nicht weggeben willst, dann gibt es dennoch eine nachhaltige Lösung.

Es gibt nämlich Kaffeekapseln, die ganz ohne Aluminium oder Plastik auskommen und die nach einmaliger Benutzung nicht in den Mülleimer, sondern in die Spülmaschine wandern. Ich spreche von Kaffekapseln aus Edelstahl! Diese sind natürlich perforiert und durchlöchert wie ihr Pendant aus Aluminium. Der Vorteil hier ist: Du kannst sie mit dem Kaffee befüllen, den du am Liebsten trinkst und musst nicht auf den Kaffee ausweichen, den der Hersteller in seine Kapseln presst. Öffne dafür einfach die Metallkapseln, die mit einem Drehverschluss versiegelt ist. Fülle das Kaffeepulver in die Kapsel und schraube sie einfach wieder zu. Danach kannst du den Kaffeesatz nützlich anderweitig verwenden, wenn du deinen ökologischen Fußabdruck weiter verkleinern willst. Wovon ich genau rede, kannst du hier nachlesen.

Pro-Tipp 8: Der Umwelt zuliebe Deocreme statt Sprühdeos nutzen

Die meisten von uns nutzen Sprühdeos: Egal ob nach dem Sport oder in der Früh, wenn es einmal schnell gehen muss. An sich ist dieses Produkt auch nicht sonderlich verwerflich. Es gibt schließlich zig andere Verbrauchsgegenstände im Haushalt, durch die wesentlich mehr Abfall anfällt und die der Umwelt in Herstellung und Entsorgung größeren Schaden zufügen. Allerdings haben auch herkömmliche Deos ihre Macken. Beispielsweise werden durch das Produkt aus der Sprühflasche Treibhausgase freigesetzt, das ist bei der Creme aus der Tube oder Dose nicht der Fall. Außerdem enthalten Deocremes häufig kein Aluminium, gerade bei günstigen Deodorants aus der Flasche kann der Stoff durchaus noch Verwendung finden. Obwohl Deodorants also nicht als der „große Umweltsünder“ zu bezeichnen sind, gibt es eine Alternative, die sowohl schonender mit der Umwelt als auch mit deinem Körper umgeht: Eine Deocreme!

Ich vertraue auf die Deocreme von nuud. Anfangs war ich eher skeptisch, ob so eine kleine Tube tatsächlich ein Sprühdeo ersetzen kann, ich wurde aber eines Besseren belehrt. Deocremes haben den Vorteil, dass hier in der Regel natürlichere Inhaltsstoffe zum Einsatz kommen. Nuud verzichtet beispielsweise auf Aluminium, Parabene, Salze oder auch Petrochemikalien. Du sparst mit einer Deocreme außerdem bares Geld: Auf den ersten Blick scheint es zwar so, dass du für diese Produkte wesentlich tiefer in den Geldbeutel greifen musst. Allerdings trägst du die Creme nur in sehr geringen Mengen und auch nicht täglich auf, die nuud-Creme muss beispielsweise nur alle 3-7 Tage erneuert werden. Natürlich ist die Deocreme auch vegan! Die rosa Tube von nuud wurde komplett aus Zuckerrohr hergestellt, es handelt sich dabei also auch noch um einen biobasierten Kunststoff für dessen Herstellung kein Erdöl aufgewendet werden musste! Ich habe meine Deocreme nun schon seit mehreren Monaten in Benutzung und bin überrascht darüber, wie ergiebig sie ist! Außerdem steht sie „herkömmlichem“ Deo in nichts nach, ich kann sie nur weiterempfehlen!

Du hast anhand dieser Beispiele also gesehen, dass ein nachhaltigeres Leben gar nicht so schwer umsetzbar ist. Oft sind es auch Produkte, von denen man zuvor noch nie etwas gehört hat und mit welchen du deinen Alltag ein Stück weit umweltfreundlicher gestalten kannst. Ich hoffe ich konnte dir ebenfalls ein paar neue Denkanstöße und Ideen geben, die dich dazu motivieren, einmal neue Wege zu gehen!

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