Minimalismus als Lebensstil: 5 Tipps für die Abkehr vom Materialismus

Minimalismus war für lange Abschnitte der Geschichte die Regel: Menschen hatten schlicht wenig Geld zu Verfügung und haben daher im wahrsten Sinne des Wortes mittellos, nämlich ohne viele Mittel, gelebt. Mit dem Aufschwung der Wirtschaft im 20. Jahrhundert kam auch die Abkehr vom einfachen Lebensstil hin zur Anhäufung von mehr Besitztümern: Autos, Elektrogeräte oder Kleidung gelten heute als Statussymbol und man strebt danach, möglichst viele teure Güter anhäufen zu können. Einige Personen wollen sich aber bewusst davon abkehren: Sie bevorzugen eine Reduzierung von Besitztümern und eine Abwendung von der Reizüberflutung der modernen Welt. Das Stichwort lautet: Materialismus als Lebensstil. Wie der Weg zu einem Leben mit wenig Besitz aussehen kann, will ich dir hier näher bringen!

Um einen schnellen Einblick in die Themen Minimalismus und Sparsamkeit zu bekommen, kannst du außerdem folgendes Video checken, das ich für dich vorbereitet habe. Viel Spaß!

Tipp 1: Spontankäufe vermeiden

minimalismus-kaufen

Mein erster Tipp lautet: Vermeide Spontankäufe beim Einkaufen! Wir alle kennen es vermutlich zu gut: Man geht in Supermarkt, Boutique oder Elektronikladen, um ein bisschen zu stöbern. Vielleicht hat man auch schon eine ganz konkrete Vorstellung davon, was man unbedingt benötigt. Zu oft werden diese Gedanken mit dem Schritt durch die Ladentür verworfen und man versinkt in Angeboten und Rabatten. Letztendlich haben sich wieder mehr Teile zuhause angehäuft, die nie wieder angetastet werden oder über die man sich im Nachhinein ärgert.

Daher ist es wichtig, diese spontanen Käufe zu vermeiden: Diese ohne großes Nachdenken gekauften Produkte werden wahrscheinlich in den wenigsten Fällen oft genutzt. Vielleicht kommen sie auch nie zum Einsatz! Wenn du also im Laden von einem Produkt spontan überzeugt und begeistert bist, solltest du dich erst einmal zügeln. Überlege zu Hause lieber noch einmal in Ruhe, ob du es wirklich brauchst: Wofür würdest du es nutzen? Wann würdest du es nutzen? Würde es dir Freude bereiten? 

Wenn du dir nach längerem Überlegen sicher bist, dass du das Produkt sinnvoll einsetzen und gebrauchen kannst, kannst du es immer noch kaufen. So vermeidest du, in eine gefährliche Kauflaune zu geraten!

Tipp 2: Von Unwichtigem trennen

Mein zweiter Tipp bezieht sich nicht auf den Neukauf von Gegenständen sondern eher darauf, was du mit den Dingen anstellen solltest, die zuhause in deinen Schränken und Regalen schlummern: Werde sie los! Ich versuche es allerdings zu vermeiden, Produkte wegzuwerfen: Das solltest du auch! Der erste Weg führt für mich nicht zur Mülltonne sondern zu Online-Verkaufsportalen, Flohmärkten oder Hilfseinrichtungen. Je nachdem was du davon bevorzugst, kannst du ebenfalls einen dieser Wege gehen. Wenn du knapp bei Kasse bist und Geld benötigst oder du wirkliche Schätze beiseite gelegt hast, lohnt sich der Gang zum Flohmarkt oder das Inserieren bei Onlineportalen am Meisten. Hast du eine soziale Ader und willst etwas Gutes tun, dann informiere dich darüber, wo du in deiner Nähe etwas spenden kannst!

minimalismus-aussortieren

Ich bin dazu übergegangen, alle meine Schränke und Regale nach Dingen durchzusehen, die mir entweder keine Freude mehr bereiten oder die ich letztes Jahr nicht genutzt habe. Diese Dinge habe ich in die beiden Kartons, die du hier siehst, gepackt: Ein Karton für Dinge, die ich wirklich gewinnbringend verkaufen kann, der andere Karton mit Spenden, die ich abgeben werde!

Tipp 3: Verkaufen statt wegwerfen

minimalismus-flohmarkt

Auf diesen Tipp bin ich ja bereits im vorangehenden Abschnitt intensiv eingegangen: Dinge, die du im Alltag nicht benötigst, die also überflüssig sind, kannst du gut im Internet auf einschlägigen Portalen verkaufen. Dies hat gleich mehrere Vorteile: Zum Ersten haben deine Produkte noch einen Nutzen, das heißt du machst anderen Menschen eine wahre Freude damit. Zweitens ist das für dich natürlich ein netter Nebenverdienst: Ich habe mit meinem Detoxing und Verkauf nicht mehr benötigter Dinge mehrere hundert Euro eingenommen. Damit kannst du dich belohnen und zum Beispiel nett Essen gehen! 

Zu guter Letzt betreibe ich ja eine Seite, die sich um das Thema Nachhaltigkeit dreht: Der Umweltaspekt soll also nicht zu kurz kommen. Der Verkauf von Gebrauchtwaren ist natürlich auch besonders umweltfreundlich, indem du dafür sorgst, dass deine Gegenstände noch von jemand anderem genutzt werden anstatt im Müll zu landen und somit der Umwelt zur Last zu fallen.

Tipp 4: Keine doppelten Gegenstände

Dieser Tipp ist mir eingefallen, wie ich an meinen Bekanntenkreis und meine Familie gedacht habe: Dort habe ich es schon sehr oft erlebt, dass sehr viele sehr billige Produkte angeschafft werden: So verliert man einerseits leicht den Überblick über den eigenen Besitz, andererseits werden Produkte oft doppelt und dreifach gekauft. 

Ich selbst habe erst kürzlich in meinem Schrank gesehen, dass ich zwei Kosmetiketuis besitze: Wofür brauche ich zwei davon? Beim Reisen nutze ich ja jeweils nur eins. Also kann das andere weg. Wenn du mit derselben Einstellung durch Küche, Kleiderschrank etc. gehst, findest du schnell Vieles, was eigentlich nicht mehr benötigt wird. Außerdem kann ich empfehlen, wirklich darauf zu achten, ob dir Produkte noch Spaß machen oder nicht: Überlege, was du fühlst, wenn du eine Küchenreibe betrachtest! Ist es das eine Küchengerät, welches du liebst, weil es von Oma kommt und du es regelmäßig nutzt? Oder hast du es einmal beim Shoppen entdeckt, nie benutzt und ärgerst dich jedes Mal, wenn du es in der Schublade liegen siehst? Um einer Reizüberflutung zu entgehen, sollte bei einem minimalistischen Lebensstil also nur eine Ausführung eines Produkts vorhanden sein: Mehr braucht man zum Leben nämlich nicht! 

TIPP: Folge dem Leitsatz „Lieber weniger aber Hochwertiges“ wenn du Einkaufen gehst oder durch deine Schränke stöberst

Tipp 5: Gezielt einkaufen gehen

Zuletzt will ich noch einmal betonen, dass du nur gezielt einkaufen gehen solltest: Spontankäufe sind ein großer Gegner von Minimalismus als Lebensstil. Mache dir also beim Lebensmittelkauf am Besten eine Einkaufsliste, der du folgst. Auch Shopping am Wochenende beispielsweise solltest du bedacht angehen, da viele Artikel nur wegen dem Vergnügen am Kauf mitgenommen werden und keinen langfristigen Mehrwert haben.

In meinen Augen ist Minimalismus nicht nur interessant, da du dir durch weniger Konsum viel Geld sparst. Vor allem wirkt es auch sehr befreiend, sich von der Reizüberflutung loszusagen! Das Aussortieren meiner unbenutzten Artikel hat mich sehr befreit: Zwischen großen Massen an Besitz, die eigentlich nicht gebraucht werden zu leben wirkt auf mich sehr bedrückend: Ich bin froh, dass ich mich mehr und mehr von meinem Besitz lösen kann!